RedotPay Card 2026: Anleitung für Deutschland — Gebühren, DAC 8 Steuern & Apple Pay

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • RedotPay ist eine Krypto-Visa-Karte aus Hongkong mit über 300.000 Nutzern. Das Unternehmen hält eine US-MSB-Lizenz und kooperiert direkt mit Visa.
  • Virtuelle Karte kostet 10 USDT, physische Karte 100 USDT. Kein Jahresgebühr, Versand der Plastikkarte dauert in der DACH-Region 5 bis 30 Tage.
  • Transaktionsgebühr 2,2 % (1 % Krypto-zu-Fiat + 1,2 % Fremdwährung). ATM-Abhebung 4,2 %. USD-Zahlungen nur 1 %, ohne FX-Aufschlag.
  • Apple Pay ist seit dem 15. Januar 2026 schrittweise wieder verfügbar. Nach einer Unterbrechung ab August 2025 rollt RedotPay ein kostenloses Karten-Upgrade aus.
  • In Deutschland unterliegt der Dienst MiCA und BaFin-Aufsicht. Seit 1. Januar 2026 greift die DAC-8-Meldepflicht, Transaktionsdaten werden an das Bundeszentralamt für Steuern übermittelt.
  • Krypto-Gewinne bleiben nach über einem Jahr Haltefrist steuerfrei (§23 EStG), innerhalb eines Jahres gilt der persönliche Einkommensteuersatz mit 1.000 € Freigrenze.

Was ist RedotPay und warum sprechen deutsche Nutzer darüber?

RedotPay ist ein Zahlungsdienst mit Sitz in Hongkong. Das Produkt besteht aus einer App plus einer Visa-Karte, die Kryptowährungen wie USDT, USDC, BTC und ETH beim Bezahlen automatisch in Euro umrechnet. Sie laden Guthaben per TRC20 oder ERC20 auf, die Karte zieht bei jedem Einkauf den passenden Betrag und rechnet ihn zum aktuellen Kurs ab. Die physische Karte kam im September 2024 heraus und erreichte innerhalb von zwei Monaten 300.000 Nutzer.

Für DACH-Leser ist der Reiz klar: Sie müssen Krypto nicht erst bei Bitpanda oder Coinbase in Euro tauschen, per SEPA auf Ihr Girokonto überweisen und dann Amazon.de bezahlen. Stattdessen zahlen Sie direkt im REWE, an der Aldi-Kasse oder bei Deutsche Bahn, die Umrechnung passiert im Hintergrund. Die Community auf r/Finanzen diskutiert vor allem drei Punkte: das Gebührenmodell, die Frage nach deutschem Kundensupport und die Steuerpflicht bei jedem Swipe.

RedotPay App Startbildschirm mit Wallet-Übersicht
RedotPay App: zentrale Übersicht für Guthaben, Karten und Kryptowährungen

RedotPay im Vergleich zur klassischen DACH-Lösung

KriteriumRedotPayBitpanda CardKlassisches Girokonto (N26)
EinzahlungUSDT, USDC, BTC, ETHEUR per SEPA, KreditkarteEUR per SEPA, Gehalt
Bearbeitungszeit Physische Karte5–30 Tage3–7 Werktage5–10 Werktage
Fremdwährungsgebühr1,2 % FX + 1 % Krypto-Umrechnung1,49 % Spreadvariabel, meist 1,5–2 %
Jahresgebühr0 €0 €0–10 €
RegulierungHK-Finanzlizenz, US-MSBBaFin + MiCABaFin
KYCPersonalausweis, Selfie, 5 MinVideo-Ident (PostIdent/IDnow)Video-Ident

RedotPay Anleitung: Registrierung und KYC Schritt für Schritt

Der gesamte Prozess läuft in der App. Für die deutsche KYC benötigen Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass und ein Smartphone mit funktionierender Kamera. Die gesamte Prüfung dauert unter zehn Minuten, sofern das Licht passt und die Ausweisdokumente gültig sind.

Schritt 1: App herunterladen und Konto erstellen

Laden Sie die App aus dem Apple App Store oder Google Play. Registrieren Sie sich mit E-Mail, Google-Konto oder Apple ID. Verwenden Sie idealerweise unseren Einladungslink, um die 5 USDS Startgutschrift zu erhalten. Sie wird nach erfolgreicher KYC automatisch dem Wallet gutgeschrieben.

RedotPay App auf Smartphone mit Registrierungsbildschirm
Die Registrierung dauert selten länger als zwei Minuten

Schritt 2: Identitätsprüfung (KYC)

Wählen Sie im KYC-Formular Deutschland, Österreich oder die Schweiz als Wohnsitzland. Akzeptiert werden Personalausweis (DE/AT), Identitätskarte (CH) und Reisepass. Halten Sie das Dokument in das vorgegebene Rahmen, machen Sie ein Selfie-Video für die Liveness-Prüfung. RedotPay arbeitet mit Sumsub als KYC-Provider, dem gleichen Anbieter, den auch Bitpanda und Kraken nutzen. Die Freigabe erfolgt meist unter fünf Minuten, in Spitzenzeiten bis zu 24 Stunden.

Persönliches Profil ausfüllen RedotPay
Ausweisdokument hochladen KYC RedotPay
Gesichtserkennung RedotPay KYC
KYC-Verifizierung abgeschlossen RedotPay

Schritt 3: Virtuelle Karte beantragen (10 USDT)

Nach der Freigabe sehen Sie im Tab „Card“ die Option „Apply“. Die virtuelle Karte kostet eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 10 USDT (ca. 9,20 €) und ist sofort nach der Bezahlung einsatzbereit. Sie können sie bereits für Online-Zahlungen bei Amazon.de, MediaMarkt oder für Deutsche-Bahn-Tickets nutzen, ohne auf die physische Karte zu warten.

Schritt 4: Physische Karte bestellen (optional, 100 USDT)

Die Plastikkarte kostet 100 USDT und wird per Einschreiben versendet. In Deutschland und Österreich liegt die typische Lieferzeit bei 5 bis 14 Tagen, für abgelegene Regionen in der Schweiz oder bei Zollprüfungen auch bis zu 30 Tagen. Die physische Karte braucht man nur, wenn man ATM-Abhebungen oder PIN-Transaktionen plant. Für reines Online-Shopping reicht die virtuelle Version.

RedotPay einzahlen: Krypto-Aufladung für DACH-Nutzer

RedotPay akzeptiert keine SEPA-Überweisungen, Sofortüberweisungen oder Giropay-Aufladungen direkt. Das ist der größte Unterschied zu Bitpanda und der wichtigste Punkt für deutsche Einsteiger: Sie brauchen zuerst Krypto. Der übliche Weg sieht so aus:

Einzahlungswährung auswählen RedotPay
Blockchain-Netzwerk auswählen TRC20
RedotPay Einzahlungsadresse kopieren
Transfer von Börse bestätigen
Zahlungseingang in RedotPay bestätigen
  1. Euro per SEPA, Sofortüberweisung oder Giropay bei einer BaFin-lizenzierten Börse einzahlen (Bitpanda, Coinbase, Kraken oder BSDEX).
  2. USDT oder USDC kaufen. Diese Stablecoins haben die niedrigsten Spreads und liegen näher am Marktwert als BTC oder ETH.
  3. In der RedotPay-App unter „Deposit“ die Empfangsadresse kopieren. Das TRC20-Netzwerk hat die günstigsten Gebühren (ca. 1 USDT) und bestätigt in fünf Minuten.
  4. Von der Börse senden. Minimum laut Helpcenter: 1 USDT auf TRC20.
RedotPay Einzahlungsbildschirm mit USDT-TRC20-Adresse
Die Einzahlungsseite der App. TRC20 ist für Euro-Nutzer meist die günstigste Route

Unterstützte Netzwerke laut offiziellem Helpcenter: ERC20, BEP20, TRC20, Polygon, Arbitrum, Solana und Bitcoin. Die ERC20-Route kostet je nach Ethereum-Gasgebühr zwischen 3 und 15 USDT. Vermeiden Sie sie bei kleinen Beträgen.

Tipp zur steuerlichen Dokumentation (§23 EStG)

Jeder Einkauf mit der RedotPay-Karte ist steuerrechtlich ein Verkauf von Krypto. Notieren Sie sich Kaufdatum, Kurs bei Aufladung und Kurs bei Kartenbelastung. Bei USDT/USDC ist die Differenz meist unter 0,5 %. Die 1.000 € Freigrenze greift zwar für Privatverkäufe unter einem Jahr, wird aber bei vielen Kleinkäufen schnell ausgeschöpft. Langzeit-Holding (über ein Jahr im Wallet vor der Verwendung) bleibt steuerfrei.

Gebührenstruktur: was RedotPay wirklich kostet

Die 2,2 % klingen zunächst unspektakulär, setzen sich aber aus zwei Komponenten zusammen. Wer in Euro bezahlt, zahlt einen FX-Aufschlag. Wer in USD bezahlt (etwa auf US-Webseiten), bekommt nur die reine Umrechnungsgebühr.

RedotPay Gebührenübersicht aus dem Helpcenter
Offizielle Gebührenstruktur aus dem RedotPay-Helpcenter
GebührentypBetragHinweis für DACH
Virtuelle Karte Ausgabe10 USDTeinmalig, kein Jahresgebühr
Physische Karte100 USDTinkl. Versand nach DE/AT/CH
Transaktion in EUR2,2 %1 % Krypto-Fiat + 1,2 % FX
Transaktion in USD1 %nur Krypto-Fiat, kein FX
ATM-Abhebung4,2 %2 % ATM + 1 % Umrechnung + 1,2 % FX
Kleintransaktion0,20 USDab der fünften Transaktion unter einem Schwellenwert
Abgelehnte Zahlung0,50 USDab der dritten Ablehnung
Aufladung per PayPal/Kreditkarte3 %direkter Fiat-Einzahlungsweg
Aufladung per TRC20 USDTca. 1 USDTNetzwerkgebühr, günstigste Route
SEPA-Überweisungnicht unterstütztnur über externe Börse möglich

Zum Vergleich: Eine klassische Reisezahlung in den USA mit der N26-Mastercard kostet etwa 1,9 % (Mastercard-Wechselkurs plus 0 % N26-Aufschlag). RedotPay liegt damit leicht darüber, bietet aber die Möglichkeit, Krypto ohne Umweg über die Börse auszugeben. Wer viel in USD zahlt (etwa bei AWS, Apple oder US-Online-Shops), spart mit dem 1 %-Tarif gegenüber der typischen 1,5 bis 2 % der deutschen Banken.

Zahlungsmethoden und Mobile Payment im DACH-Alltag

RedotPay Visa Karte im Einsatz beim Bezahlen
RedotPay Visa funktioniert überall, wo Visa akzeptiert wird

Die Karte wird als reguläre Visa-Karte akzeptiert. In Deutschland heißt das: Sie funktioniert bei Amazon.de, Zalando, Otto, REWE, Lidl, MediaMarkt, Saturn, dm, Deutsche Bahn, Lufthansa und an der Aldi-Kasse. In Österreich dasselbe Spiel mit Billa, Spar, ÖBB und Willhaben. In der Schweiz mit Migros, Coop, SBB und Galaxus. Offline-Zahlungen per Girocard-Only-Terminal (vor allem in kleinen Bäckereien und beim Bäcker um die Ecke) funktionieren nicht. Hier brauchen Sie weiterhin Bargeld oder EC-Karte.

Apple Pay: Status im April 2026

Apple Pay war zwischen August 2025 und Januar 2026 für neue RedotPay-Karten nicht verfügbar. Grund war eine Überprüfung der Apple-Compliance-Regeln für Card-as-a-Service-Anbieter mit Sitz in Hongkong. Seit 15. Januar 2026 rollt RedotPay ein kostenloses Karten-Upgrade aus, mit dem die Apple-Pay-Integration wieder funktioniert. Wer seine Karte vor August 2025 verknüpft hatte und sie seitdem nicht entfernt hat, war von der Unterbrechung nicht betroffen. Google Pay lief durchgehend ohne Störung.

PayPal-Verknüpfung

Die virtuelle RedotPay-Karte lässt sich als Zahlungsquelle in PayPal hinterlegen. Das funktioniert in PayPal Deutschland und Österreich zuverlässig. Im schweizerischen PayPal gab es laut Helpcenter vereinzelt Meldungen zu abgelehnten Verknüpfungen, die RedotPay-Support innerhalb von 3 bis 5 Werktagen manuell freischaltet.

Sicherheit, Regulierung und DAC-8-Meldepflicht

RedotPay Sicherheitseinstellungen mit 2FA und PIN-Schutz
Sicherheitseinstellungen in der App: 2FA, PIN und Transaktionslimits

RedotPay verfügt über eine Finanzlizenz in Hongkong, eine US-MSB-Registrierung und kooperiert direkt mit Visa. In Deutschland gilt seit 30. Dezember 2024 die MiCA-Verordnung der EU vollständig. Die BaFin beaufsichtigt MiCA-konforme Anbieter. RedotPay selbst hat jedoch keine eigene BaFin-Zulassung, sondern nutzt das Passporting-Modell über die EU-Passportregelung des kartenausgebenden Partners.

Seit 1. Januar 2026 greift die achte EU-Amtshilferichtlinie (DAC 8). Kryptobörsen und Zahlungsdienstleister, die in der EU aktiv sind, müssen Transaktionsdaten an die nationalen Finanzbehörden melden. In Deutschland geht die Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), das die Daten automatisch mit der jährlichen Steuererklärung abgleicht. RedotPay-Transaktionen werden nach aktuellem Stand ebenfalls erfasst. Wer spätestens zur Einkommensteuererklärung 2026 Kartenumsätze hat, sollte die eigenen Buchungen dokumentieren.

Sicherheitsfunktionen in der App

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung per Authenticator-App (Google Authenticator, Authy)
  • Transaktions-PIN für physische Kartenzahlungen über 50 €
  • Einzeltransaktionslimit konfigurierbar, maximum 100.000 USD
  • Karte in Echtzeit einfrieren über die App, ohne Support-Kontakt
  • Push-Benachrichtigung für jede Transaktion

Für vertiefende Lektüre zur EU-Regulierung empfehlen wir unseren Beitrag MiCA: Was die EU-Kryptoregulierung für deutsche Anleger bedeutet sowie den Vergleich Die besten Krypto-Karten im DACH-Vergleich 2026.

Limits, Alltagsgrenzen und was die Trustpilot-Bewertungen zeigen

RedotPay listet auf Trustpilot eine Bewertung von 3,2/5 aus 728 Rezensionen (Stand April 2026). Das ist weder Top noch Boden. Ein Blick auf die Inhalte zeigt klare Muster. Positive Bewertungen loben die Geschwindigkeit der Kartenausgabe und die weltweite Nutzbarkeit. Negative Bewertungen konzentrieren sich auf Support-Reaktionszeiten und KYC-Wiederholungen bei Altkonten.

„Schnelle Transaktionen und einfache App. Die Plastikkarte funktioniert überall.“

Sarvesh Emrith, Trustpilot, April 2026

„Nach einem Jahr Nutzung wurde eine erneute Kontoverifizierung verlangt und mehrmals abgelehnt, bevor das Konto geschlossen wurde.“

R van Eijden, Trustpilot, April 2026

Im deutschsprachigen Raum ist der YouTube-Kanal XXL_Investments mit rund 8.700 Aufrufen positiver, weist aber ebenfalls auf die Gebührenhöhe hin. In der Reddit-Community r/Finanzen sind die Hauptkritikpunkte der fehlende deutschsprachige Support (Helpcenter auf Englisch, Chat-Support ebenfalls) und die gelegentliche Notwendigkeit einer erneuten Identitätsprüfung.

Konkrete Transaktionslimits

  • Einzeltransaktion: bis 100.000 USD (ca. 92.000 €)
  • Tageslimit: bis 1.000.000 USD
  • ATM-Monatslimit: über 100.000 USD
  • Virtuelle Karte: unterstützt keine PIN-Transaktionen (nur Online- und NFC-Zahlungen)

Neue Funktionen 2026: P2P, Earn, Credit und Scan-to-Pay

RedotPay neue Funktionen 2026 Übersicht
Die App-Oberfläche 2026 mit neuen Modulen

RedotPay hat 2026 das Produkt deutlich erweitert. Folgende Module stehen in der aktuellen App-Version:

P2P Marketplace

Über 31 Helpcenter-Artikel dokumentieren den P2P-Marktplatz. Hier tauschen Nutzer direkt miteinander Krypto gegen Fiat, allerdings nicht über SEPA, sondern über eine Escrow-Lösung innerhalb der App. Für deutsche Nutzer ist das nur dann relevant, wenn Sie USDT gegen andere Stablecoins tauschen wollen, ohne auf eine Börse zu gehen.

Earn (Stablecoin-Rendite)

Das Earn-Modul bietet passive Rendite auf gehaltene Stablecoins. Die konkreten Zinssätze variieren je nach Lockup-Dauer. Achten Sie auf die steuerliche Behandlung: Zinsen aus Stablecoin-Earn gelten in Deutschland nicht als Kapitalertrag, sondern als sonstige Einkünfte. Das bedeutet Steuerpflicht mit dem persönlichen Einkommensteuersatz ohne Abgeltungsteuer-Privileg.

Credit (Zahlen ohne Krypto-Verkauf)

Die Credit-Funktion arbeitet wie eine Kreditlinie gegen Krypto-Sicherheit. Sie hinterlegen BTC oder ETH, zahlen in USD oder EUR, ohne dass der Krypto-Bestand verkauft wird. Für DACH-Steuer relevant: Da kein Verkauf stattfindet, bleibt die Haltefristuhr laufen. Die 1-Jahres-Regel wird nicht unterbrochen.

Scan-to-Pay und Mobile Top-Up

Für Reisen nach Asien (Singapur, Thailand, Hongkong) ist Scan-to-Pay über QR-Codes nützlich. In DACH selbst kommt die Funktion selten zum Einsatz, da PayPal, Apple Pay und Kartenzahlung den Markt dominieren. Mobile Top-Up erlaubt das Aufladen von Prepaid-Handys in über 100 Ländern.

RedotPay Produkt-Update Februar 2026
Produkt-Update Februar 2026: Multi-Currency Wallet und Loan-Modul

Für wen sich RedotPay in DACH lohnt (und für wen nicht)

Nach mehreren Monaten praktischer Erfahrung und Auswertung der Community-Rückmeldungen ist die Einschätzung klar: RedotPay ist kein Ersatz für ein deutsches Girokonto, sondern eine Zweitkarte für einen konkreten Zweck.

RedotPay Transaktionshistorie in der App
Transaktionshistorie in der App: hilfreich für die Steuererklärung

Lohnt sich, wenn Sie…

  • regelmäßig in Krypto bezahlen wollen, ohne jedes Mal zur Börse zu gehen
  • in USD einkaufen und die 1 %-Gebühr einer typischen N26 oder DKB Visa vorziehen
  • häufig auf Reisen sind und eine weltweit akzeptierte Zweitkarte wollen
  • Krypto langfristig halten, aber bei Bedarf einzelne Beträge nutzen möchten (Credit-Modul)
  • nicht auf deutschsprachigen Support angewiesen sind und mit englischem Helpcenter zurechtkommen

Lohnt sich nicht, wenn Sie…

  • ausschließlich in Euro zahlen und Gehalt per SEPA erhalten. Dann ist die Bitpanda Card oder ein normales Girokonto günstiger
  • eine Hauptbankverbindung für Daueraufträge, Lastschriften und Mietzahlungen suchen
  • Wert auf BaFin-regulierten Einlagenschutz legen (RedotPay fällt nicht unter deutsche Einlagensicherung)
  • steuerlich komplexe Krypto-Portfolios ohne Dokumentationsaufwand verwalten wollen
  • auf deutschsprachige Kundenbetreuung angewiesen sind

Häufig gestellte Fragen

Kann man Spotify, Netflix und Abos mit RedotPay bezahlen?

Meistens ja. RedotPay ist eine Visa-Karte: Bei USD-Händlern wie Netflix, Amazon und Uber fallen nur 1% Gebühr an, und sie funktioniert mit den meisten SaaS-Abos. Einige Dienste wie Spotify lehnen Prepaid-Karten bei wiederkehrenden Zahlungen jedoch ab. Wird ein Abo abgelehnt, nutze die physische Karte oder eine andere Zahlungsmethode. Einmalzahlungen und die meisten wiederkehrenden USD-Abbuchungen funktionieren normal.

Ist RedotPay in Deutschland legal?

RedotPay ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz technisch zugänglich. Die Plattform verfügt über keine direkte BaFin-Zulassung; das regulatorische Umfeld entwickelt sich weiter. Prüfen Sie die aktuellen Anforderungen vor der Nutzung; dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar. Sie müssen Kartentransaktionen jedoch in der deutschen Einkommensteuererklärung korrekt angeben (Anlage SO, §23 EStG).

Muss ich jede Kartenzahlung versteuern?

Ja, grundsätzlich ist jede Kartenzahlung ein privates Veräußerungsgeschäft im Sinne des §23 EStG. Steuerfrei bleiben zwei Fälle: erstens, wenn die eingezahlte Kryptowährung über ein Jahr vor der Kartennutzung gehalten wurde; zweitens, wenn der gesamte Jahresgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften unter 1.000 € bleibt (Freigrenze, kein Freibetrag; bei Überschreitung ist der gesamte Betrag steuerpflichtig).

Funktioniert Apple Pay mit der RedotPay-Karte?

Ja, seit 15. Januar 2026 wieder. Zwischen August 2025 und Januar 2026 gab es eine Unterbrechung für neue Karten. RedotPay rollt ein kostenloses Karten-Upgrade aus, mit dem Apple Pay wieder integriert werden kann. Google Pay lief die ganze Zeit ohne Unterbrechung.

Kann ich am deutschen ATM mit RedotPay Bargeld abheben?

Ja, mit der physischen Karte an jedem Visa-kompatiblen Geldautomaten. Die Gebühr beträgt 4,2 % (2 % ATM-Gebühr + 1 % Krypto-Umrechnung + 1,2 % FX). Zum Vergleich: Eine klassische Fremdwährungsabhebung mit einer Sparkassenkarte kostet oft 1 % ATM-Entgelt plus 1,5 % Auslandsgebühr. Bei kleinen Beträgen ist RedotPay teurer, bei größeren USD-Abhebungen annähernd gleich.

Wie lange dauert die KYC für deutsche Nutzer?

Die KYC-Prüfung läuft über Sumsub und dauert in der Regel unter fünf Minuten. In Spitzenzeiten (Wochenende, neue Produktlaunches) bis zu 24 Stunden. Unterstützt werden Personalausweis, Reisepass und Identitätskarte (Schweiz). Video-Ident im klassischen deutschen Sinne (PostIdent) gibt es bei RedotPay nicht. Die Verifizierung erfolgt vollautomatisch per Dokumentenscan und Liveness-Check.

Wird meine Transaktion nach DAC 8 gemeldet?

Ja, nach aktuellem Stand. Die achte EU-Amtshilferichtlinie greift seit 1. Januar 2026 und verpflichtet Krypto-Dienstleister, Transaktionsdaten an nationale Finanzbehörden zu melden. In Deutschland geht der Datenstrom an das Bundeszentralamt für Steuern. Das entbindet Sie nicht von der eigenen Steuererklärungspflicht. Im Gegenteil, ungemeldete Gewinne lassen sich nun einfacher nachvollziehen.

Risikohinweis: Kryptowährungen sind hochvolatile Vermögenswerte mit erheblichen Risiken. BaFin und FMA regulieren Kryptodienste unter MiCA, garantieren aber nicht gegen Totalverlust. Diese Seite ist keine Finanzberatung. Aktualisiert: April 2026. DAC 8 Compliance: Seit 1. Januar 2026 werden Transaktionen an Finanzbehörden übermittelt.

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